Sehenswertes
Hier die Videos von Pfingstfeiern am Dohlsbrunnen und Sängersruh
in Orferode von 2020 bis 2024
Ein ausführlicher Bericht über das
Weinhändler Dorf Orferode
in der Zeitschrift 'Wegweiser
Natur Freunde Bezirksverband Kassel e.V.'
Daten unserer Kirche und Gemeinde
(Zusammengestellt von Pfarrer Joachim Meister)
1267/68 erste Erwähnung eines Orferöder Pfarrers.
1527 unter Landgraf Philipp von Hessen, der der Reformation folgte, wurde die Gemeinde evangelisch.
1823/24 Bau der heutigen Kirche, da die alte Kirche offenbar zu klein geworden war. Grundriss und Aussehen der 1823 abgebrochenen Kirche sind nicht erhalten.
1824 Am 18. August Einweihung der Kirche.
1827 Einbau einer neuen Orgel.
1835 Eine Notiz von einer kleinen Kapelle wird entdeckt, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts erweitert worden ist. 1993 bei Heizungsbauarbeiten werden im Ostteil der Kirche Grundmauern freigelegt, die sicher dem Vorgängerbau zuzuordnen sind.
1967/68 größere Umbaumaßnahmen veränderten das Bild der Kirche: Zwei Gemeinderäume wurden im Westen der Kirche abgetrennt, eine neue Heizung installiert und eine neue Orgel wurde eingebaut.
1968 Am 16. Februar wurde die Kirche wieder eingeweiht und damit zum gottesdienstlichen Gebrauch übergeben.
1987 Renovierung der Gemeinderäume.
1990 kleinere Renovierungsarbeiten, insbesondere am Turm.
1993 umfangreiche Neugestaltung des Innenraumes, Einbau einer neuen Heizung, neue Raumaufteilung.
Hier der Link zum Kirchenkreis:
https://www.kirchenkreis-werra-meissner.de/Gemeinden_Anzeigen.asp?ID=109
Google Maps Link: https://goo.gl/maps/7JEeCYwQRi62
Foto: Volker Lange
Hier alle Videos aus der Ev. Kirche Orferode
Das Pfarrhaus in Orferode
Das von der Kaufmannsfamilie Kreger 1784 im rheinischen Stil errichtetes Fachwerkhaus mit Weinkeller diente von 1838 bis 1986 als Pfarrhaus; jetzt im Besitz von Familie Gabrys
Das Pfarrhaus in Orferode ist eng mit der langen Geschichte des Dorfes verbunden. Orferode wurde bereits 1195 erstmals urkundlich erwähnt, und schon 1267/68 ist hier ein Pfarrer nachweisbar. Damit gehörte das Dorf früh zu den kirchlich organisierten Gemeinden der Region
Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1527 wurde Orferode evangelisch.
Bis 1834 war ein Pfarrhaus in Orferode nicht nur der Wohnsitzt des Pfarrers, sondern auch Schulhaus der Gemeinde. Erst nach dem Erwerb des Kregerschen Hauses im Jahre 1838 und dem Neubau eines Schulhauses (1834) waren diese Bereiche räumlich getrennt. Das Pfarrhaus war seither Wohnsitz des Pfarrers und zugleich geistliches und organisatorisches Zentrum der Gemeinde. Hier wurden Kirchenbücher geführt, Gespräche gehalten und das kirchliche Leben koordiniert.
Auch wenn sich die kirchlichen Strukturen im 20. Jahrhundert wandelten, bleibt das Pfarrhaus bis heute ein wichtiger Bestandteil des historischen Ortskerns – ein sichtbares Zeichen für die jahrhundertelange geistliche und gesellschaftliche Tradition Orferodes.
Am 22. Februar 1874 habe das Häuflein der Orferöder Kriegsteilnehmer einen Verein gegründet und an jenem Tag „als Symbol der Kraft und Stärke“ die Friedenseiche gepflanzt. Am Hirschberg sei damals der prächtige Eichenstamm ausgegraben und in einem feierlichen Umzug ins Dorf getragen worden.
Foto: Volker Lange
Quelle: genwiki.genealogy
Google Maps Link: https://goo.gl/maps/HS1m5QyWRnw
hier der Link HNA.. Uralte Bäume im Werra-Meißner-Kreis
150 Jahre FriedenseicheJubiläumsfeier
Jubiläumsfeier am Freitag den 23.08.2024
Geschichte vom Joggeli Da wir uns hier am Dohlsbrunnen versammelt haben und dieser Platz auch Joggelis Ruh genannt wird, möchte ich die Geschickte des Dichters Wilhelm Speck über den Joggeli erzählen. Es war einmal vor langer, langer Zeit, da war Jochen, so war Joggelis richtiger Name, auf dem Weg von Vallanden nach Rommersrod. Dort sollte er die letzten Vorbereitungen für seine Hochzeit besprechen. Nach einer langen Wanderszeit, er hatte die halbe Strecke schon hinter sich, kam er hier in Dutenbach (so hieß Orferode früher) am Dohlsbrunnen vorbei. Dort schöpfte ein hübsches Mädchen Wasser. Jochen löschte seinen Durst und plauderte mit ihr. So lernte er seine Magdalene kennen. Sie war 18 Jahre jung und lebte allein mit ihrer Mutter in einem ärmlichen Haus oben auf dem Berg.
Sie luden ihn zum Pfingstmal ein. Als er danach seinen Weg weiter fortsetzen wollte, läuteten die Kirchenglocken und das gefiel dem Jochen so gut, dass er mit den beiden Frauen zum Gottesdienst ging. Bis er sich von Magdalene verabschiedete war es späte Nacht geworden und sie gestanden sich ihre Liebe. So heiratete Jochen seine Magdalene.
Es folgten glückliche, arbeitsreiche Jahre als Waldarbeiter und Vater von mehreren Kindern. Magdalene erledigte die Arbeit im Feld und Haus.
Doch Jochen wurde hart vom Schicksal getroffen. Viele seiner Kinder starben und darüber wurde seine Magdalene immer trauriger und schwächer, bis auch sie verstarb. Nun war es dunkel und still in seinem Haus.
In seiner Verzweiflung fing er an die Uhr seiner Magdalene zu reparieren und als ihm dies schließlich gelang, hatte er auch sein Gleichgewicht wieder gefunden. Dies sprach sich im Dorfe rum und bald musste Jochen in vielen Angelegenheiten Rat erteilen. Die Kinder kamen um seinen Geschichten zu lauschen und die jungen Leute trafen sich unter seinem Nussbaum zum Singen.
Einige Jahre später meldete sich seine, nach Amerika ausgewanderte Tochter. Sie holte ihn zu sich und er genoss die Zeit als Großvater mit seinen Enkeln. Doch das Heimweh packte ihn und eines Nachts kam er zurück in sein Häuschen.
Er lebte dort von nun an mit seinem Patenkind Lenchen und deren Mutter, die Witwe war. Immer wenn er von seiner Arbeit aus dem Walde kam und nach Hause ging, so riefen ihm die Leute zu: „Gut Nacht Joggeli. Komm gut nach Haus!“
Als er starb, war sein letzter Wille, dass zur Erinnerung an jenen Pfingsttag, an dem er seine Magdalene traf, an Pfingsten die Glocken bei Tagesanbruch geläutet werden. Dies wurde der Sage nach auch getan.
So denken auch wir heute wieder an diese Geschichte, die diesem Platz seinen Namen gab: Joggelis Ruh!
Google Maps Link: https://goo.gl/maps/asWihkFLX1P2
Text: Jochen Ullrich, Birgit Ernst
Foto: Volker Lange
Hier die Videos von Pfingstfeiern am Dohlsbrunnen und Sängersruh
in Orferode von 2020 bis 2024
Orferode entwickelte sich in den letzten Jahrhunderten zu einem Dorf der Fuhr-und Handelsleute. Vor allem der Handel mit Salz aus den Salinen Bad Soodens und dem als Rückfracht mitgebrachten Wein brachte Orferode einen gewissen Wohlstand.
Hervorzuheben ist hier die Familie Kreger, die über Generationen das Handelsgeschäft dominierte. Noch heute sind stattliche Fachwerkhäuser
(Kreger Haus Orferode Lehmkaute 2,
https://goo.gl/maps/XiusdSoESty )
mit z.T.erhaltenen grossen Wein-Gewölbekellern Zeugen dieser Epoche.
Die Tradition des Weinhandels wird in jüngster Zeit wiederbelebt durch eine örtliche Winzergemeinschaft, die wieder in bescheidenem Maß Weinbau betreibt und alljährlich ein Weinfest ausrichtet.
Google Maps:
https://goo.gl/maps/hvDNLP9f76F6Evjq9
Foto: Volker Lange
Ein ausführlicher Bericht über das
Weinhändler Dorf Orferode
in der Zeitschrift 'Wegweiser
Natur Freunde Bezirksverband Kassel e.V.'
Hier auf dem Meißnerbilck, genießt man den beeindruckenden Ausblick zum Hohen Meißner. Außerdem sind die Dörfer, Kammerbach, Frankenhain und Hitzerode zu sehen. Ebenfalls liegt das Karstgebiet Kripp- und Hielöcher zwischen Orferode und dem Meißner.
Dieser Platz, mit seinen naturdenkmalgeschützten Linden, ist schon seit langen Zeiten der Ort, an dem sich Jung und Alt am Ostersamstag zur Abenddämmerung versammeln. Dann wird das Osterfeuer angesteckt. Ins Gespräch vertieft oder einfach das lodernde Feuer genießen, werden hier gemeinsame Stunden verbracht.
Organisiert wird das alles von der Feuerwehr, die neben dem Brandschutz auch für Speiß und Trank sorgt.
Früher haben die Kinder hier oben Fußball gespielt. Da war diese der offizielle Bolzplatz. Wurde danebengeschossen, musste der ein oder andere fast bis ins Dorf rennen um den Ball wieder zu holen. Die heutigen Kinder und Jugendlichen haben es da leichter, der Sportplatz befindet sich jetzt unten im Tal gegenüber der Grillanlage.
Der Wasserspeicher wurde von der Feuerwehr in ein Fledermaushotel umfunktioniert.
Hier findet jedes Jahr ein Traditionelles Osterfeuer statt: hier der Link
Quelle: Seite 68
https://www.ekkw.de/fileadmin/suchrelevant/service/bereiche/blick/spirituelle_orte_ll_2024.pdf
Google Maps Seite:
https://share.google/45rWDc0eVNhvYkrTy
Foto: Volker Lange
Backhaus
Im Jahre 1999 hat der damalige Ortsbeirat beschlossen, dass mit den erlangten Preisgeldern bei den Wettbewerben „unser Dorf soll schöner werden“, den Einnahmen aus der 800 Jahr-Feier und aufgestockt mit anderen Fördergeldern, ein neues Backhaus für das Dorf entstehen soll.
Im Frühjahr 2000 ward ein geeigneter Platz unterhalb der Kirche gefunden und der Bau konnte beginnen.
Am 11.September 2000 gab es eine stattliche Einweihungsfeier.
Seit dieser Zeit steht das Backhaus für Gemeinschaft im Dorf. Es ist immer wieder ein Ort, an dem gemeinsam gebacken und gefeiert wird. Jeder darf es nutzen, wenn es danach wieder sauber und ordentlich hinterlassen wird.
Hier das Video 25 Jahre Backhaus Orferode
Buchungsanfragen an Birgit Ernst.
Ortsvorsteherin
Krippenweg ,
37242 Bad Sooden-Allendorf
Telefon: 056529278992
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/vJaS5aE7wRp
Foto: Volker Lange
Die Freizeitanlage wurde im Jahre 1987 eingeweiht und steht seither zur Nutzung zur Verfügung.
An diesem Ort befand sich bis 1984 die Kläranlage, die 1962 erbaut wurde.
Bei Nutzungsinteresse kann die Freizeitanlage germietet werden.
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/zZiFkh5dBcS2
Foto: Volker Lange
" Flötenfritz"
sitzt auf dem Brunnen zur Erinnerung an die zahlreichen Musiker in Orferode.
Bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es sogar 2 eigenständige Kapellen in Orferode.
"Mitfahrerbank"
Wer hier Platz nimmt sitzt nicht lange bis zur Fahrt ins Städtchen.
Text: Friedhelm Eckardt. Foto: Volker Lange
Dorfteich
Ist in Orferode ein kleiner Stauteich oberhalb des Dorfes. Er ist geografisch eindeutig als „Dorfteich“ bezeichnet und liegt etwa 190 Meter nördlich des Ortskerns von Orferode.
In früheren Jahren ist er als Feuerlöschteich genutzt worden. Heute ein Biotop.
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/LbV1jXVbJ7D2
Foto: Volker Lange
Der Name steht im direkten Zusammenhang mit dem Gesangverein Orferode, einem der ältesten Vereine im Ort: Chorgesang wurde hier schon seit 1835 gepflegt, der moderne Gesangverein besteht seit 1913.
Bei der traditionellen Pfingstfeier am Dohlsbrunnen (Joggelibrunnen) versammeln sich Einheimische und Gäste. Der Gesangverein singt dort, und danach zieht die Gemeinschaft oft weiter zur „Sängersruh“, um gemeinsam zu singen, auszuruhen und zu feiern.
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/trFiDiceeUU7Ubyk9
Foto: Volker Lange
Kriegerehrenmal
Im April 1930 wurde das Kriegerehrenmal errichtet um den Gefallenen aus dem 1.Weltkrieg zu gedenken. Maßgeblich an der Schaffung und Ausgestaltung des Denkmals war Revierförster Krause beteiligt. Die Bronzetafel mit den Namen der 20 Gefallenen ruhte an einem großen Findling. 20 junge Eichen, als Sinnbild für jeden Gefallenen, umrahmten die Gedenkstätte strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen. Abgerundet wurde das Bild mit Anpflanzungen von Birken, Ebereschen und Tannen. Am 27. April 1930 wurde das Kriegerehrenmal feierlich geweiht und der Gemeinde in Obhut gegeben.
Im Juli 1955 veranlasste der Kyffhäuserverein (Kriegsverein Orferode) die Erweiterung des Denkmals um die 37 Opfer des 2. Weltkrieges. Zwei weitere Bronzeplatten wurden an großen Findlingen neben die erste Platte montiert. Am 10 Juli 1955 fand die Einweihungsfeier statt.
Seither wird am Volkstrauertag an diesem Ort den Opfer der Kriege gedacht.
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/1bE7VTTSVE2xqNAz7
Foto: Volker Lange
Das Gasthaus „Zur Linde“ in Orferode war über Generationen hinweg im Besitz der Familie Böttner und bildete das Herzstück des dörflichen Lebens. Hier traf man sich, tauschte Neuigkeiten aus und verbrachte gesellige Stunden. Der angeschlossene Saal bot Raum für fröhliche Feste, Tanzabende und auch kleine Theateraufführungen, die vielen in schöner Erinnerung geblieben sind. Über dem Saal befanden sich Fremdenzimmer, die damals schon Urlaub in Orferode ermöglichten.
Über viele Jahrzehnte wurde die Gastwirtschaft als Familienbetrieb mit viel Engagement geführt und war eng mit einer kleinen Landwirtschaft verbunden. Zu den bekannten Betreibern zählten Eduard und Kathrin Böttner. Später führten ihr Sohn Gottfried Böttner und dessen Ehefrau Brigitte die Tradition bis zum Jahr 1970 weiter.
Das Haus prägt bis heute das Ortsbild und ist deshalb zum Kulturdenkmal ernannt worden. Die naturdenkmalgeschütze Linde als Namensgeber der Gastwirtschaft ist immer noch auf dem Hof zu finden.
Die Milchannahmestelle wurde ab 1958 von Gottlieb Hildebrand in der Hauptstr. 7 betrieben. 1969 übernahm Günther Knierim den Milchsammlervertrag mit der Molkereigenossenschaft Eschwege.
Zu den Aufgaben gehörte die Annahme von der, von den Milcherzeugern gelieferte Rohmilch, das Messen und Aufzeichnen der angelieferten Milchmengen, die Qualitätsuntersuchungen, das Kühlen und Absenden der angelieferten Milch und die Verteilung der zurückgelieferten Magermilch sowie der Molkereiprodukte an die Milcherzeuger.
Als Vergütung gab es 0,5 Pfennig für die von den Milcherzeugern angelieferte Milch pro Liter und 0,75 Pfennig für die Verteilung der Molkereiprodukte.
Im April 1989 ergab sich so, beispielhaft, eine Abrechnung von 204,79 DM für die Milchvergütung, 30 DM für die Miete der Räumlichkeit und 40 DM als Entlohnung für die Probennahme der Milch.
Am 06.05.1989 kam das Milchauto zum letzten Mal. Anfangs waren es 66 Milcherzeuger und Lieferanten in Orferode. Am Ende lediglich noch rund 10. Die größeren Betriebe schafften sich eigene Kühlungen an, da es zu umständlich wurde, größere Mengen in Kannen durch das Dorf zu transportieren.
Es war gleichzeitig ein Treffpunkt zum Austausch untereinander.
Die Schule
Moritz der Gelehrte, Landgraf von Hessen-Kassel, erließ am 6.1.1618 eine Schulordnung, die als Grundlage für die Einführung der hessischen Volksschule anzusehen ist. Infolge dieses Gesetzes wurden in unserer Gegend zahlreiche Dorfschulen gegründet.
Die Entwicklung der Schulstelle in Orferode vom 17. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist eng mit dem Kirchspiel Orferode/Kammerbach verbunden. Unsere Schulstelle war, wie bei vielen Dörfern in Kurhessen, eine mit der Kirche verbundene Schul- und Kirchendienerstelle. Der jeweilige Pfarrer übte als Ortsschulinspektor nebenamtlich auch die Schulaufsicht aus. Die Oberaufsicht oblag dem Superintendenten in Allendorf/Werra.
So finden wir in unseren Kirchenbüchern für Orferode 1621 Borchhard Hildebrand als ersten Lehrer verzeichnet.
Die Schulmeister im 17. und 18. Jahrhundert waren für ihren Beruf kaum ausgebildet. Neben ihrer Lehrtätigkeit übten sie meistens einen zweiten Beruf aus, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Es wird deshalb auch vom Handwerker- oder Küsterlehrer gesprochen. Diese "Küsterschulen" dienten vorwiegend kirchlichen Zwecken. Die Kinder lernten in ihr den Wortlaut des Katechismus, Gesangbuchlieder, das Singen geistlicher Lieder und das Lesen in der Bibel.
Bis 1834 wurden die Kinder im Hause des Pfarrers unterrichtet, jedoch waren die Räumlichkeiten so beengt, dass nach jahrelangem Verhandeln und Bitten ein neues Schulhaus (Martinstraße 2) gebaut und das Kregersche Haus (Hinter der Kirche 12) als Pfarrhaus erstanden wurde. Mit den Jahren war auch dieses Schulhaus zu eng und es wies einige bauliche Mängel auf.
Im Jahre 1932 war es dann so weit, es kam zum Umzug in die Neue Schule (Heutiges Dorfgemeinschaftshaus).
Das Lebensmittelgeschäft Trube wurde erstmals im November 1951 im Wohnhaus eröffnet und 1954 nach einem Anbau in neue Räume verlegt. Elfriede Everding geb. Trube, führte den Laden bis 1989, bevor er aus Altersgründen an Helmut und Gisela Hildebrand verpachtet wurde.
Das Geschäft war für die ca. 470 Einwohner weit mehr als nur eine Einkaufsmöglichkeit; es war ein zentraler Ort des sozialen Austauschs.
Besonders wichtig wurde der Laden, nachdem er nach der Schließung der örtlichen Poststelle, deren Aufgaben als zentrale Anlaufstelle im Dorf übernommen hatte.
18 Jahre führten Ehepaar Hildebrand das Lebensmittelgeschäft, bis es Ende April 1999 schließen muss.
Aufgrund sinkender Kundenzahlen – vor allem weil jüngere Bewohner in Supermärkten einkaufen – lässt sich der 20 Quadratmeter kleine Laden nicht mehr rentabel betreiben.
Es gab zwei Lebensmittelgeschäfte in Orferode. Die Läden von Karl Heinz Böttner und Elfriede Trube versorgten die Dorfbevölkerung mit fast allem was der Mensch zum Leben braucht.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahm Reinhold Jung die Poststelle von Gustav Trube. Sie wurde 1957 von Tochter Lisa und Schwiegersohn Gustav Schill weitergeführt, die außerdem noch einen landwirtschaftlichen Nebenbetrieb bewirtschafteten.
Die Postboten versahen zu allen Zeiten und bei jedem Wetter ihren Dienst. Auch das 1 km entfernt im Wald gelegene Forsthaus „Halbe Mark“ gehörte zum Orferöder Dienstbezirk. Neben dem Austragen der Post wurden am Posttelefon auch angenommene Nachrichten mündlich im Dorf überbracht, da im Ort nur wenige Haushalte ein Telefon besaßen.
Nach der Umwandlung 1971 von der Poststelle II in Poststelle I zog die Post dann von der Berghofstraße in den Neubau der Familie Schill in den Krippenweg. Zuletzt wurde sie kurzzeitig bis zur Auflösung hier noch auf Ruth Hämmerich übertragen. 19 .. wurde die Poststelle im Krippenweg geschlossen und im Lebensmittelgeschäft der Familie Hildebrand als Postagentur weitergeführt.
Die Post, die über viele Jahrzehnte zum ländlichen Leben gehörte, wurde dann endgültig als Postagentur 1999 geschlossen.
Gaststätte Dohlsbachtal
Ehepaar Trube eröffnete 1967 die Gaststätte. Ab 1970 wurde sie an verschiedene Betreiber verpachtet. Hier war viele Jahrelang der Treffpunkt für Alt und Jung. Ende 1990 wurde diese als letzte Gaststätte im Ort geschlossen.
Entstehung:
• Das Gebäude stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und war ursprünglich Teil eines Forstdienstbetriebs – also Dienstsitz für den Förster und Waldverwaltung in der Region.
Namensherkunft:
• Der Name „Halbemark“ kommt daher, dass das Anwesen auf einer „halben Gemarkung“ gebaut wurde, also auf einem Grenz- bzw. Teilbereich von Landflächen.
Nutzung im 20. Jahrhundert:
• Um 1960 wurde das Forsthaus privatisiert, das heißt es ging aus der staatlichen Forstverwaltung in privaten Besitz über.
• Danach wurde das ehemalige Forsthaus umgebaut und teilweise als Wohnraum genutzt (z. B. im Nebengebäude für Waldarbeitspferde und Geräte).
Heute:
• Heute dient das Gebäude als Ferienhaus / Ferienunterkunft und wird touristisch vermietet.
• Es ist bekannt als idyllischer, abgelegener Ort mitten im Wald, beliebt bei Natur- und Wanderurlaubern.
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/1bE7VTTSVE2xqNAz7
Foto: Volker Lange
Dorfgemeinschaftshaus
1927 wurde beschlossen, dass die notwendigen Investitionen für das alte Schulhaus nicht mehr zweckmäßig wären und ein neues Schulhaus gebaut werden sollte.
1929 wird das Baugrundstück für die neue Schuler erworben. Der Architekt Langenberg und die Firma Baecker und Sirrenberg legen einen Vorentwurf des neuen Gebäudes vor.
Im Frühjahr 1931 sind alle Planungen abgeschlossen und es kann mit dem Bau begonnen werden. Am 9.Juli 1931 wird Richtfest gefeiert. Pro Person werden eine Zigarette, ein Schnaps und sechs Glas Bier vorgesehen. Zu essen gibt es Bratwurst und Kartoffelsalat.
Am 20.März 1932 ist die große Einweihung des Schulneubaus (Gesamtkosten 52.000RM). Das Schuljahr 1932/33 findet erstmals in der neuen Schule statt.
Das neue Schulhaus hat im Erdgeschoss eine Vorhalle mit der Garderobe für die Schüler, zwei Schulsäle, einer für die 1. Und 2. Klasse und der zweite für die 3.-8. Klasse. Außerdem ist dort noch ein kleiner Raum für den Lehrer und die Lehrmittel.
Im Keller befindet sich der Ofen für die Warmwasserheizung, mit der das ganze Gebäude beheizt wird. Ebenfalls stehen im Keller zwei Wannenbäder den Einwohnern zur Benutzung gegen eine kleine Gebühr zur Verfügung. Auch ein Brausebad mit acht Duschen für die Schulkinder ist dort eingebaut, so können die Kinder jeden Samstagnachmittag kostenlos duschen. Hinzu kommt noch ein Umkleideraum.
In einem Anbau an der Nordseite liegen die Toiletten mit Wasserspülung und eine Garage für den Lehrer.
Die geräumige Dienstwohnung liegt im 1. Stock.
Der Schulneubau gilt als einer der schönsten und modernsten im ganzen Bezirk.
Bei den Kämpfen zu Kriegsende wird auch das Schulgebäude beschädigt.
1968/69 kommt die Landschulreform zum Tragen und alle schulpflichtigen Kinder müssen von da an die Schule in Bad Sooden-Allendorf besuchen.
1972 wird das Schulgebäude als Dorfgemeinschaftshaus umgebaut, die Dienstwohnung vermietet und im 1. Stock ein kleines Dienstzimmer für den Bürgermeister eingerichtet. Im Dachgeschoss entstehen zwei weitere kleine Mietswohnungen. Im Keller befindet sich eine gemeinschaftliche Gefrieranlage.
1993 wird mit der Erweiterung des DGHs begonnen und am 20.Januar 1995 erfolgt die feierliche Übergabe. Der Festsaal wird durch den Anbau vergrößert und das Feuerwehrgerätehaus erhält so ausreichend Platz für Umkleiden und Schulungsraum.
Die Wohnungen wurden bis zum Jahre 2002 vermietet
Die Gemeinschaftliche Gefrieranlage wurde nach und nach aufgelöst und im Jahr 2004 bekommt die Jugend diesen Raum für berüchtigte Partys und als Treffpunkt zur Verfügung gestellt. Sie sind für ihr Reich selbstverantwortlich.
Im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes wird ab dem Jahr 2011 die Fassade, das Dach, die Toiletten, die Eingangstür und das Vordach renoviert. Brandschutztüren werden eingebaut. Das DGH bekommt eine neue Heizung, jedoch sind die Wohnungen in den oberen Stockwerken momentan nicht daran angeschlossen. Alle Renovierungsarbeiten werden erst durch den großen Anteil an Eigenleistungen der Bürger möglich.
Damit das DGH auch weiterhin als Ort der Begegnung bestehen kann, wird 2013 der Heimatverein als Träger für das DGH gegründet. Die Stadt Bad Sooden-Allendorf befindet sich zu dieser Zeit in finanzieller Not (Schutzschirm) und will alle DGHs schließen.
2017 wird im 1. Stock des Hauses eine Bücherstube errichtet und steht allen Bürgern zu bestimmen Öffnungszeiten zur Verfügung
Die letzten Neuerungen (2019) am Dorfgemeinschaftshaus sind die Renovierung und Modernisierung der Küche und die Neuschaffung einer Toilette im Erdgeschoss.
Das DGH kann von jeder Mann zum Feiern gemietet werden. Es liegt direkt am Spielplatz und bietet somit auch den jungen Gästen genügend Abwechslung.
Ansprechpartner :
Tobias Polednicek
37242 Bad Sooden-Allendorf
Krippenweg 2
Telefon: 05652919746
Email: tobiaspolednicek@web.de
Google Maps Link:
https://goo.gl/maps/7DU2hLNmf2E2
Foto: Volker Lange
Der verlängerte Arm Gottes
Volker Lange produzierte mehr als 200 Videos für die Kirche
21.08.2025 HNA Witzenhausen
Bad Sooden-Allendorf – Er ist so etwas wie der verlängerte Arm Gottes: Für die Evangelische Kirche hat Volker Lange (69) aus dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil #Orferode schon deutlich mehr als 200 vertonte Videos produziert, um mit der Botschaft des Christentums auch jene Menschen zu erreichen, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht regelmäßige Kirchgänger sind, oder um für Gottesdienstbesucher schöne Erinnerungen in Wort und Bild festzuhalten,
häufig auch mit Musik.
Sein vorläufig letztes Meisterstück: In #ehrenamtlicher und zeitaufwändiger Arbeit besuchte er in der Badestadt 25 musizierende Gruppen, um mit Blick auf das soeben zu Ende gegangene #ErntedankundHeimatfest deren segensreiche Aktivitäten zu dokumentieren. https://youtube.com/playlist?list=PL3yEN0hScY8jbIpqT0OJFaM7DHFXruQi5&si=E3up6YZxZgR5uWGi
In Kurz- und Langfassung sind die vertonten Videos gerade erst erschienen und von Nutzern bereits mehr als 2000 Mal aufgerufen worden – Grund genug für Allendorfs Pfarrer #HubertusSpill, den #KameramannVolkerLange öffentlich auszuzeichnen.
Geschehen ist das am Erntefestsonntag, als der Geistliche während eines #ökumenischen #Festgottesdienstes als symbolisches Geschenk ein T-Shirt überreichte mit dem Aufdruck „#StCrucisErlebnisKirche“ und einer Abbildung eben dieses Gotteshauses. Von den voll besetzten Bankreihen aus spendeten mehrere hundert Menschen dankbaren und anhaltenden Applaus. Dank Lange „haben wir eine umfassende Darstellung der musikalischen Vielfalt in Bad Sooden-Allendorf“, würdigte Spill das selbstlose Wirken des Autors, der ihn mit Mikrofon und Filmkamera schon bei 43 Gottesdiensten begleitet hat.
Seit April 2020 hat der heute 69-Jährige sogar schon 182 Gottesdienste aufgenommen, war schon zu Gast bei #MargotKäsmann , der früheren Bischöfin der Landeskirche Hannover und ehemaligen Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, drei Mal bei der Bischöfin der #EvangelischenKircheKurhessenWaldeck, #DrBeateHofmann, und doppelt so oft bei #PröpstinKatrinWienoldHocke (Kassel). Darüber hinaus produzierte Lange in zwei Jahren jeweils während der Adventszeit an jedem Tag ein musikalisches Video.
Gegenüber unserer Zeitung dankte der 69-Jährige, der vor seinem „Unruhestand“ #LeiterderMedizintechnik am Klinikum in Bad Hersfeld gewesen ist, insbesondere #PfarrerSpill und St. Crucis-Kantor #MaximilianGöllner für die stets gute Zusammenarbeit.
Auf dem #YouTubeKanalVolkerLange
https://www.youtube.com/c/VolkerLangeBadSoodenAllendorf
sind die jüngsten Videos zu sehen.
#dankefürdiemusik #volker_lange #volkerlange #verlängerteArmGottes #erntedankundheimatfest
CHRIS CORTIS